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Frequently Asked Questions, kurz FAQ, Häufig gestellte Fragen zum Thema Pellets & Solar
Fragen zum Thema Brennstoff - Wir haben die Antwort !
1. Was sind Pellets?
Holzpellets sind zylindrische Presslinge aus trockenem, naturbelassenem Restholz (Säge- und Hobelspäne) mit einem Durchmesser von 5-6 mm und einer Länge von 10-25 mm. Sie werden unter hohem Druck gepresst (ohne chemische Bindemittel) und haben einen extrem niedrigen Wassergehalt. Holzpellets werden in Kilogramm angeboten. 1 m³ Pellets hat ein Gewicht von 650 kg.
Zum Vergleich
2 kg Pellets ...................ca. 1 Liter Öl
1 m³ Pellets ...............ca. 320 Liter Öl
nähere Informationen finden Sie hier.
2. Wie groß ist der Heizwert von Pellets?
Der Heizwert von Pellets ist mit 4,9 kWh/kg genormt. Qualität ist wichtig! Für den optimalen Betrieb von Pelletsheizungen sollte man ausschließlich Pellets von Ö-Norm oder DIN-plus -geprüften Herstellern verwenden.
3. Wie kann man den Heizwert von Pellets mit dem von Heizöl und Gas vergleichen?
Der Heizwert von einem Liter Heizöl extra leicht beträgt 10kwh pro Liter und der von 1 m³ Erdgas ebenfalls 10 KWh. Daher gilt: 2 kg Pellets ~ 1 Liter Heizöl extraleicht ~ 1 m³ Erdgas. Im Preisvergleich schneiden Pellets deutlich günstiger als Öl und Gas ab: der durchschnittliche Energiepreis für 10 KWh(=1 Liter Heizöl) beträgt bei Pellets in Österreich und Deutschland ca. 30-34 Cent.
4. Wie lange kann man Pellets lagern?
Bei trockener Lagerung sind Pellets unbegrenzt lagerbar. Achtung: Wenn Pellets mit Wasser in Berührung kommen quellen sie auf und werden zerstört.
5. Woher bekomme ich Pellets und wie werden Sie gelagert?
Holz und damit Holz-Pellets ist eine heimische Ressource und damit ein regional verfügbarer Energieträger, der im herkömmlichen Brennstoffhandel erhältlich ist. Ein dichtes Netz von Herstellern und Händlern sorgt für eine flächendeckende Versorgung. Die Lieferung von Pellets erfolgt mit dem Tankwagen, von dem aus die Pellets mittels Druckluft in den Lagerraum/Tank eingeblasen werden. Im Gegensatz zu Öl verursachen Pellets dabei keine Geruchsbelästigung! Pellets können in trockenen Lagerräumen oder Gewebetanks bzw. Sacksilos gelagert werden. Welches Lagersystem für Sie in Frage kommt, hängt von den baulichen Gegebenheiten ab. Eine besonders kontengünstige Möglichkeit für die Lagerung sind unsere Gewebetanks. Diese können entweder im Heizraum oder auch in einem Nebengebäude oder im Freien aufgestellt werden. Bei einer Aufstellung im Freien muss der Gewebetank allerdingsgegen Regen und UV-Licht geschützt werden.
6. Wie hoch ist der Energieaufwand bei der Pelletierung und beim Transport?
Der Energieaufwand für die Herstellung von Pellets beträgt ca. 2,5% des Heizwertes der Pellets.
7. Woran erkennt man die gute Qualität von Pellets?
Für Pellets gibt es Industrie-Normen, welche Qualitätskriterien und -Standards für Holz-Pellets festlegen! Hierin sind neben dem Heizwert auch die Dichte sowie etwa Wassergehalt, Ascheanteil, Länge und Durchmesser, Abriebfestigkeit und freilich der Inhalt definiert. Achten Sie deshalb beim Kauf auf die Kennzeichnung der Pellets mit Ö-Norm oder DIN- -Gütesiegel – die entsprechenden Qualitätskriterien sind für geprüfte Hersteller verbindlich!
8. Ist die Versorgung gesichert?
In Österreich, Deutschland und der Schweiz ist die Pelletsversorgung durch ein enges Verteilernetz sichergestellt. Der heimische Energieträger Holz und die regional verfügbaren Holz-Pellets werden von einer Vielzahl einheimischer Unternehmen in ausreichender Menge hergestellt und sind damit unabhängig vom Ölmarkt und Energieimporten. Die installierten Produktionskapazitäten von Holz-Pellets sind indes heute schon auf den Zukunftsmarkt ausgerichtet. Auch ein Mangel an Holz ist allein schon angesichts mehrerer Millionen Tonnen an Resthölzern aus der Holz verarbeitenden Industrie nicht absehbar. Bei alle dem handelt es sich bei Holz um einen nachwachsenden Rohstoff und Energieträger, mit dem auch in Zukunft immer wieder aufs Neue gerechnet werden darf. Die Preise für Holz-Pellets sind, trotz stark steigender Öl- und Gaspreise, seit Jahren sehr stabil bis leicht fallend
Fragen zum Thema Solar
1. Ist die Solartechnik ausgereift?
Lassen Sie sich Referenzanlagen des Solaranbieters zeigen. Besichtigen Sie eine und überzeugen Sie sich im persönlichen Gespräch davon, dass die Anlagen einwandfrei funktionieren.
2. Muss eine Solaranlage separat versichert werden?
Melden Sie die Solaranlage umgehend bei ihrer Haushaltsversicherung an, damit diese in den Versicherungsschutz (indirekter Blitzschlag, - betrifft vor allem die elektrische Steuerung und Glasbruch) aufgenommen wird (meist keine Prämienerhöhung).
3 .Was bringt eine Solaranlage für die Umwelt?
Ein Beispiel: Eine Solaranlage mit 6 m² Kollektorfläche und 300 Liter Solarspeicher erzeugt in 25 Jahren 60.000 kWh Energie für die Warmwasserbereitung. Dadurch wird der Umwelt 1 Tonne CO2-Emissionen pro Jahr erspart. Mit 15 m² Kollektorfläche und 1.000 Liter Solarspeicher werden 120.000 kWh Energie für Warmwasser und Raumheizung erzeugt. Die Umwelt profitiert von 2 Tonnen weniger pro Jahr an CO2-Emissionen, das entspricht den Emissionen von einem Jahr Autofahren (Mittelklassewagen, 12.000 km).
4. Ist eine Solaranlage wirtschaftlich?
In allen Bundesländern und in vielen Gemeinden erhalten sie eine Solaranlagenförderung. Nach einer einmaligen Investition liefert sie auf mindestens 20 Jahre fast kostenloses Warmwasser, unabhängig von den allgemeinen Energiepreisen.
5. Wie viele Solaranlagen gibt es bereits?
Über 200.000 Haushalte nutzen bereits die Sonne für Warmwasser und Raumheizung und sparen sich dadurch rund 90 Millionen Euro an Energiekosten pro Jahr. Bereits mehr als jede dritte neue Solaranlage dient der Heizungsunterstützung, rund zwei Drittel der Anlagen werden im Neubau installiert. 1.800 Solaranlagen sind im Mehrfamilienwohnbau errichtet, weitere 2.000 in Tourismusbetrieben. Bislang sind 15 Prozent aller Einfamilienhäuser mit einer Solaranlage ausgestattet, in Geschosswohnbauten werden jedoch erst zwei von hundert Wohnungen solar versorgt. Im Tourismus nutzen rund 10 Prozent der Betriebe die Sonne.
6. Arbeitet die Solaranlage auch bei Bewölkung?
Im Vergleich zu einem sonnigen Tag steht der Solaranlage an einem bewölkten Tag im Sommer immer noch bis zu 80 Prozent der Strahlung zur Verfügung, da sie auch die diffuse Strahlung (von den Wolken reflektiert) nützt. An einem bewölkten Wintertag sind es immerhin noch 25 Prozent der Strahlung eines Sonnentages.
7. Wenn mal keine Sonne scheint - wird dann kalt geduscht?
Das solar erwärmte Wasser wird in einem Speicher gesammelt, der doppelt so groß ist wie der tägliche Warmwasserbedarf der gesamten Familie. Was die Sonne nicht schafft, wird von der Pelletsheizung nachgeheizt.
8. Kann ich nur Warmwasser machen oder mit der Sonne auch heizen?
Die Solaranlage stellt im allgemeinen etwa 70% ihres Warmwassers mit Hilfe der Sonne bereit. Dafür benötigen Sie rund 1,5 m2 Kollektor pro Person im Haushalt. Die genaue Größe richtet sich nach ihrem Warmwasserverbrauch, d.h. ob sie eher duschen oder Wannenbäder nehmen oder gar einen Whirlpool besitzen. Wird die Solaranlage größer ausgelegt, können sie im Frühling und Herbst auch mit der Sonne heizen.
9. Wie effizient sind Solaranlagen bei Brauchwasser und Heizung?
Bis zu 70% des jährlichen Warmwasserbedarfs eines Haushaltes kann eine Solaranlage aus Solarenergie bereitstellen. Bei der Raumheizung kann je nach Wärmedämm-Standard des Gebäudes und Auslegung der Solaranlage immerhin etwa 30% der jährlichen Heizenergie gedeckt werden. Einzige Voraussetzung: ein Dach oder eine Fassade, die nach Süden zeigen (auch leichte Abweichungen sind möglich). Den verbleibenden Energiebedarf liefert die Heizung im Keller. Besonders mit Holzheizungen (Pellets, Hackschnitzel, Scheitholz) lässt sich eine Solaranlage gut kombinieren. Der benötigte Pufferspeicher wird von beiden genutzt, die Effizienz des gesamten Heizsystems verbessert.
10. Macht eine Solaranlage in meiner Gegend überhaupt Sinn?
Auf jeden Fall – in Österreich liegt die durchschnittliche Sonneneinstrahlung bei rund 1.100 kWh pro Quadratmeter und Jahr. Die höher gelegenen Gebiete erreichen sogar Werte über 1.400 kWh. Damit ist in ganz Österreich genügend Sonneneinstrahlung vorhanden, um eine Solaranlage effizient zu betreiben.
11. Habe ich eine geeignete Dachfläche?
Jede ganzjährig unbeschattete Dachfläche, die nicht mehr als 45° von Süden abweicht, ist prinzipiell für Solaranlagen geeignet. Auch südseitige Fassaden eignen sich sehr gut als Fläche für Solaranlagen.
12. Brauche ich eine Baugenehmigung?
Üblicherweise nicht, nur wenn sie ein denkmalgeschütztes Gebäude haben. Dann müssen sie das Denkmalamt von ihrem Vorhaben informieren. Zumeist ist eine Solaranlage jedoch anzeigenpflichtig, zumindest in NÖ (Bauordnung §15) und OÖ (bei mehr als 20 m², Bauordnung §25). Im Land Salzburg bedürfen Solaranlagen gemäß §2 Abs. 2 Ziff 20 BauPolG keiner Bewilligung, wenn diese höchstens 25 Prozent der Dachfläche in Anspruch nehmen und parallel zur Dachfläche auf dieser aufliegen oder in dieser eingefügt sind. Im Fall einer Aufständerung der Solaranlage auf dem Dach besteht gemäß §10 BaupolG eine Bewilligungspflicht.
13. Bleibt mein Dach nach der Montage der Kollektoren dicht?
Keine Sorge - die Einbausysteme sind sicher und hunderttausendfach erprobt. Sollte einmal dennoch ein Fehler passieren, garantiert der Handwerker für seine Arbeit.
14. Wie lange dauert der Einbau? Was bleibt für mich zu tun?
Eine standardisierte Solaranlage ist heutzutage im Neubau in einem Tag komplett installiert. Meist werden Kollektoren, Speicher und Solarkreiskomponenten im Set angeboten. Dies ist kostengünstiger und erleichtert dem Monteur die Arbeit. Bei der Montage kann so praktisch kein Fehler mehr gemacht werden. Für Sie bleibt wenig zu tun – außer die Handwerker mit frischem Kaffee zu versorgen.
15. Können die Rohrleitungen auch nachträglich ohne viel Aufwand verlegt werden?
Vom Kollektorfeld bis zum Heizraum werden zwei speziell wärmegedämmte Rohrleitungen verlegt. Bei nachträglichem Einbau werden diese entweder in einem freien Kamin oder Lüftungsschacht oder in einem eigenen „Regen-Fallrohr“ an der Außenwand verlegt.
16. Kann ich den Warmwasserboiler weiter verwenden?
Bei einer neuen Heizungsanlage wird gewöhnlich ein moderner Pufferspeicher als Energiezentrale eingebaut, der alle Aufgaben erledigt. Bei nachträglichem Einbau einer Solaranlage kann es aber durchaus von Vorteil sein, den bestehenden Warmwasserboiler in den Solarkreis zu integrieren.
17. Muss die Solaranlage händisch bedient oder geregelt werden?
Nein, bei Inbetriebnahme wird der Regler vom Handwerker fachmännisch eingestellt, danach sind keinerlei Eingriffe mehr nötig, die Anlage läuft vollautomatisch.
18. Wie wartungsintensiv ist eine Solaranlage?
Alle drei Jahre sollte die Solaranlage auf Frostsicherheit geprüft werden. Dabei wird auch gleich der pH-Wert der Solarflüssigkeit geprüft, um eine möglichst lange Lebensdauer der Anlage zu gewährleisten. Am Besten lässt sich das zusammen mit der periodischen Überprüfung der Heizungsanlage erledigen.
19. Ist der Kollektor gegen Beschädigung geschützt (Hagel, Blitz, etc.)?
Alle marktgängigen Kollektoren sind mit einem hochbelastbaren Solarglas ausgestattet, das auch schwerem Hagel standhält. Auf Messen werden des öfteren Steptanz-Nummern auf liegenden – nicht präparierten! – Kollektoren vorgeführt, um die Belastbarkeit des Solarglases zu zeigen. Gegen Blitzschlag sollten die Kollektoren an die Blitzschutzanlage des Hauses angeschlossen werden. Trotzdem muss die Solaranlage bei der Haushaltsversicherung angemeldet werden (meist keine Prämienerhöhung).
20. Halten die Kollektoren auch bei Schneelast im Winter?
Wenn die Kollektoren einem Qualitätstest nach der Europanorm EN 12975-2 unterzogen wurden (setzt sich am Markt zunehmend durch), sind sie auf mindestens 1.000 Pa Druck geprüft, das entspricht ca. 10 bis 25 cm feuchtem Neuschnee am Kollektor. Die meisten Kollektoren halten ein vielfaches davon aus, erst bei meterhohem Schneebelag kann es zu Glasbruch kommen. Darum ist es wichtig, die Solaranlage bei der Haushaltsversicherung anzumelden (meist keine Prämienerhöhung).

