Neue MAP-Richtlinie seit 15. August in Kraft

 

DEPV: Bessere Fördermöglichkeiten erhöhen Attraktivität für Pelletheizungen und wassergeführte Öfen

Die Förderung von Pelletheizungen ist durch die neuen, ab 15. August 2012 in Kraft tretenden Richtlinien des Marktanreizprogramms (MAP) noch attraktiver geworden. Dies gilt für Heizungen bis zur Leistungsstufe von 100 Kilowatt (kW), also für Ein-, Zwei- und Mehrfamilienhäuser sowie für kleinere öffentliche und gewerbliche Objekte des MAP-Teiles, der über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gefördert wird. Wer in solchen Gebäuden eine fossile Heizung betreibt, sollte die Erhöhung der Fördermittel dazu nutzen, die alte Heizung gegen eine moderne Pelletfeuerung auszutauschen. Hierauf weist der Deutsche Energieholz- und Pellet-Verband e.V. am Donnerstag, den 9. August 2012 hin. Heizungsbauer, Energiehandel und Schornsteinfeger sollten die Verbraucher zügig über die verbesserten Konditionen informieren.

Im Einzelnen gibt es für Pellet- und Holzheizungen im Wesentlichen folgende neue Sachverhalte (Fundstelle in den MAP-Richtlinien)

Erhöhung Basisförderung um 400 EUR bei gleichbleibender Grundförderung v. 36 EUR/kW* (12.2.1.1)

-          auf mindestens 2.400 EUR für Pelletheizungen von 5 bis 100 kW (ehemals 2.000 EUR)

-          auf mindestens 2.900 EUR für Pelletheizungen mit Pufferspeicher (ehemals 2.500 EUR)

-          auf 1.400 EUR für Pelletkaminofen mit Wassertasche (ehemals 1.000 EUR)

*Höhere Grundförderung von 400 EUR ist nur bis Leistungsstufe von 66,66 kW relevant!

Erhöhung Grundförderung (bei gleichbleibenden Qualitätsansprüchen) (12.2.1.2 und 12.2.1.3)

-          auf 1.400 EUR für Hackschnitzelkessel und Scheitholzvergaserkessel

Ausbau Bonusförderung (12.2.2)

-          500 EUR Bonusförderung für die gleichzeitige Errichtung einer Biomasseanlage mit einer Solarkollektoranlage zur reinen Warmwasserbereitung. (Bisher musste die Biomasseanlage mit einer förderfähigen Solarkollektoranlage kombiniert werden).

Innovationsförderung: Nachrüstung Bestand und Neubau (12.2.3)

-          Für die Nachrüstung von emissionsmindernden Maßnahmen oder effiziensteigernden Maßnahmen (Brennwertkessel) gibt es im Bestand 750 EUR und im Neubau 850 EUR je Maßnahme bzw. Anlage (Kessel)

Bei den Vorschriften für förderfähige Biomasseanlagen ergibt sich unter Punkt 9.2.a folgende Änderung für die Grenzwerte staubförmiger Emissionen:

-          Ab dem Jahr 2014 müssen förderfähige Biomasseheizungen (Pellet, Hackschnitzel, Scheitholz) bereit die ab 2015 (2. Stufe 1. BImSchV) gültigen Grenzwerte von 20 mg/m3 für staubförmige Emissionen einhalten.

-          Für Pelletkaminöfen mit Wassertasche gilt ab 2014 ein Grenzwert von 50 mg/m3

-          Für Scheitholzvergaserkessel gilt ab 2014 ein Grenzwert von 15 mg/m3

Richtlinien zur Förderung von Maßnahmen
zur Nutzung erneuerbarer Energien im Wärmemarkt
Vom 20. Juli 2012 

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Solarförderung

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Biomasseförderung

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Wärmepumpenförderung

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